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Carbon Modifications

Carbon beschichten und laminieren

Anschleifen, Gewebe legen, aushärten, lackieren: das Verfahren Schritt für Schritt — und der Unterschied zu Folie und Wassertransferdruck.

Carbonveredelung heißt, Kohlefasergewebe mit Form- und Laminiertechniken auf ein Bauteil zu bringen. Bei uns kommt echtes Gewebe auf Ihr vorhandenes Teil, von Hand in Form gelegt und in Harz eingebettet. Das Teil behält seine Maße, seine Befestigungspunkte und seine Passung — es bekommt eine neue Oberfläche, keine neue Form.

Beschichtung, Laminierung, Voll-Carbon: was ist was?

Die Begriffe werden durcheinander verwendet, und der Unterschied entscheidet über Preis und Haltbarkeit.

Carbon-Laminierung

Echtes Kohlefasergewebe wird auf das Bauteil gelegt und mit Harz verarbeitet. Das ist unser Verfahren. Die Struktur, die Sie sehen, ist das Gewebe.

Carbon-Optik

Folie oder Wassertransferdruck bilden ein Muster ab. Günstiger, schneller, aus einem Meter Abstand oft überzeugend. Die Struktur ist gedruckt, nicht vorhanden.

Voll-Carbon

Das ganze Bauteil besteht aus Kohlefaser. Leichter, aber deutlich teurer — und Ihr Originalteil ist damit ersetzt statt veredelt.

Wir machen ausschließlich das erste. Kein Wassertransferdruck, keine Folie.

Motorraumdeckel eines Lamborghini mit sichtbarem Köpergewebe unter Klarlack
Armaturenbrett-Blende mit Lüftungsgittern, in Carbon laminiert
Links am Fahrzeug, rechts auf der Werkbank: dieselbe Bindung, dasselbe Verfahren.

Die Arbeitsschritte

Prüfen und vorbereiten

Zuerst sehen wir uns das Teil an. Risse, Verzug oder ein Untergrund, der sich nicht sauber anschleifen lässt, entscheiden über alles Weitere — dann sagen wir es vorher. Danach wird das Teil zerlegt, soweit nötig, gereinigt und entfettet.

Anschleifen

Die Oberfläche wird angeraut, bis der Kleber mechanisch greifen kann. Zu wenig, und die Schicht löst sich später an der Kante; zu viel, und die Kontur verliert ihre Schärfe. Das ist der Schritt, an dem sich entscheidet, ob die Beschichtung hält.

Gewebe legen

Das Gewebe wird zugeschnitten und Lage für Lage aufgebracht. Bei gewölbten Teilen und engen Radien wird es in Form gezogen, ohne das Bindungsbild zu verzerren. Die Faserrichtung wird bewusst gelegt: sie bestimmt, wie das Teil im Licht steht.

Harz und Aushärten

Das Laminat wird mit Harz getränkt und härtet aus. In dieser Zeit wird nichts bewegt und nichts nachgebessert.

Zwischenschliff

Die ausgehärtete Fläche wird plan geschliffen, mehrfach. Was hier nicht eben ist, sieht man später im Klarlack — und dann ist es zu spät.

Lasur, falls gewählt

Eine farbige Lasur liegt durchscheinend über dem Gewebe: die Struktur bleibt sichtbar, der Farbton kommt dazu. Wer die Faser pur will, überspringt diesen Schritt.

Klarlack

Mehrere Schichten 2K-Klarlack, UV-beständig aufgebaut. Der Glanzgrad — hochglänzend, seidenmatt oder matt — ist eine reine Optikentscheidung.

Finish und Kontrolle

Schliff, Politur, Endkontrolle. Erst danach geht das Teil zurück — versichert und so verpackt, wie es angekommen sein sollte.

Schritt 3 im Bild

Kein Zeitraffer und kein Werbefilm: das Gewebe wird mit Wärme und der Hand über die Wölbung gezogen, bis es anliegt. Solange es dabei nicht verzerrt, läuft die Bindung später sauber über die Kante.

Genau an dieser Stelle trennt sich Handarbeit von Folie. Eine Folie legt sich über eine Wölbung, indem sie das Muster streckt — man sieht es hinterher an jedem Radius.

Sehen, was das kostet

Bauteil, Gewebe, Lasurfarbe und Endlackierung wählen, Richtpreis ablesen. Auch für Teile, die nicht im Katalog stehen.

Zum Konfigurator

Ihr Fahrzeug im Katalog?

Für viele Modelle liegen die Teile fertig vor — mit festem Preis und derselben Auswahl.

Carbonteile nach Marke

Woran Sie Qualität erkennen

Das Bindungsbild läuft durch

Über Kanten und Radien darf das Muster nicht springen und sich nicht stauchen. Wo es das tut, wurde das Gewebe gezogen statt geformt.

Die Kanten sind sauber abgesetzt

Kein Absatz, keine offene Faser, keine Harznase. Die Kante ist die Stelle, an der eine Beschichtung als Erstes aufgeht.

Die Fläche steht ruhig im Licht

Wellen im Klarlack kommen von einem Zwischenschliff, der zu früh aufgehört hat. Man sieht sie nicht von vorn, sondern im flachen Winkel.

Das Teil passt wieder

Befestigungspunkte, Rastnasen und Spaltmaße müssen nach der Beschichtung sein wie vorher. Ein Teil, das sich nicht mehr einclipsen lässt, ist kein veredeltes Teil.

Häufige Fragen

Welche Teile lassen sich beschichten?

Nahezu alles mit einer festen, anschleifbaren Oberfläche: Spiegelkappen, Spoiler, Diffusoren, Schweller, Lenkräder, Armaturenbrett- und Mittelkonsolenblenden, Türgriffe. Auch Motorradverkleidungen, Helme und Möbelstücke. Entscheidend ist der Zustand des Bauteils.

Wie lange dauert es?

In der Regel 21–30 Werktage ab Eingang Ihres Teils. Aushärten und Zwischenschliffe lassen sich nicht beschleunigen, ohne dass es am Ergebnis sichtbar wird.

Wie lange hält die Beschichtung?

Bei sauberer Verarbeitung und normaler Pflege viele Jahre. Der mehrschichtige 2K-Klarlack ist der Teil, der die Witterung abbekommt; er ist UV-beständig aufgebaut. Wie bei jedem Lack gilt: regelmäßig reinigen, keine scheuernden Mittel, keine Politur mit grobem Korn.

Wird das Teil dadurch leichter?

Nein. Bei der Beschichtung bleibt der Grundkörper erhalten, es kommt Material dazu. Gewicht spart nur ein Bauteil, das vollständig aus Kohlefaser gefertigt ist — anderes Verfahren, anderer Preis.

Und wenn das Teil schon Carbon ist und einen Schaden hat?

Dann muss es nicht ersetzt werden. Risse, Ausfransungen, Kratzer und Abschürfungen lassen sich in vielen Fällen instand setzen — siehe Carbonreparatur.

Kann ich es selbst machen?

Grundsätzlich ja, und wir liefern das Material dafür: Gewebe, Harze, Lacke und Werkzeug im DIY-Bereich. Rechnen Sie beim ersten Teil mit Ausschuss — der Zwischenschliff ist die Stelle, an der die meisten aufgeben.